Produktion DANCERS DIGEST








Fotos: Christian Glaus


Dancers Digest ist eine Theaterwurstmaschine, in der szenisches und choreografisches Material aus der Vergangenheit von Tänzern, Sängern, Musikern erinnert, wiedergeboren, rezykliert, wiederverwertet, wiederverwandelt und weiterverwurstet wird.
Dancers Digest ist eine Zeitmaschine, die Gestalten und Bilder von einst in einem Energiestrahl in die Gegenwart transportiert. Da kann es, da muss es geschehen, dass die Teile sich zu neu gekannten Gestalten und Formen zusammensetzen und grotesk erscheinende Verbindungen eingehen, die unseren Blick auf neue Zusammenhänge weisen.
In dem Moment, in dem wir meinen, etwas zu kennen, zu wissen, du bist es, das ist so und so wie du bist, so kenne ich dich, verlieren wir, was wir an Potenzial in uns tragen, aus den Augen.
Dancers Digest ist ein Versuch über die Erschaffung der Welt: am Anfang schwebte der Geist auf dem Wasser und versank in Erinnerung an die Form. Ein Stück über das Entstehen von Kunst, ein Experiment mit der Wahrnehmung und der Bedeutung des Kontextes. Kein Unterschied mehr zwischen Theater und Wirklichkeit. Beides wird wahrgenommen, für wahr genommen und konstruiert.

Konzept/Künstlerische Leitung: Angelika Ächter
Material/Performance: Robert Bernhard, Philipp Caspari, Brigitte Jagg, Anne Rosset, Nadine Schwarz, Marco Volta
Lichtperformance: Cristina Ohlmer
Eine Koproduktion des Tanzhaus Zürich
Reservation 044 355 26 11

Materialen im "alten" Kontext
Robert Bernhard

Brigitte Jagg

Philipp Caspari

Anne Rosset

Nadine Schwarz

Marco Volta


PRODUKTIONEN A. ÄCHTER:

2007 - spacing material


Bewegungen, Tanz, Lied und Musik aus Bühnenstücken wurden ausgeliehen und recycelt. Dieses Material machte sich auf die Suche nach neuen Orten und Ideen und fand diese im öffentlichen Raum.
Aufführungen im Rahmen des site specific Festivals Stromereien am 8./9. August 2007 in Zürich: siehe: www.stromereien.ch
unterstützt durch: Ernst Göhner Stiftung Zug, Migros Kulturprozent

2006 - überzwischengehen, K.Ä.laboration

Konzept: Ächter/Knuchel Choreographie: Angelika Ächter in Zusammenarbeit mit den Tänzern Performance: Natalia Knuchel Simone Blaser Manuel Löwensberg Bühne: Ronald Dörfler Licht: Niki Good

2006 - fluchtpunkt, K.Ä.laboration

Konzept: Ächter/Knuchel Inszenierung: Angelika Ächter Performance: Natalia Knuchel Licht: Markus Frietsch Bühne: Ronald Dörfler

2005 - wo der daumen links, K.Ä.laboration

Konzept: Ächter/Knuchel Choreographie: Angelika Ächter Performance: Natalia Knuchel und David Imhoof

2003 - miss function, TDT

Choreographie: Angelika Ächter Tanz: Brigitte Jagg Video: Ralf Buron Komposition: Robert Bernhard Licht: Markus Frietsch Bühne: Ronald Dörfler Text: Daniela Egger

2003 - spare parts, TDT

Inszenierung: Angelika Ächter Tanz: Christian Dittman, Ludovic Fourest, Günter Klingler Bühne: Ronald Dörfler Licht: Markus Frietsch

2002 - fall out paradise, TDT

Inszenierung: Angelika Ächter Tanz: Brigitte Jagg, Sabine Noll, Uta Salewski, Deborah Schlag Komposition: Ralf Buron Gesang: Anna Boethius Licht: Markus Frietsch

2001 - flying thoughts, final w.o.r.c.s, SIWIC

Choreographie: Angelika Ächter Tanz: Sonia Rodriguez, Gildas Diquero, Marco Volta Musik: Harald Kimmig

2001 - member me, final w.o.r.c.s, SIWIC

Choreographie: Angelika Ächter Tanz: Sonia Rodriguez Musik: Henry Purcell

2001 - Acqua Con Corps, TDT

Inszenierung: Angelika Ächter Tanz&Choreographie: Angelika Ächter und Brigigitte Jagg Video: Ralf Buron Licht: Markus Frietsch

2000 - peeping, Ächter/Buron

Idee: Ächter/Buron Tanz: Angelika Ächter
Performance/Musik/Video: Ralf Buron

1998 - Der Plan, TDT & mobile

Konzept: Ächter/Buron/Ohlmer Performance: Ächter, Buron, Borucki, Ernst, Müller, Noll Choreographie: Ächter in Zusammenarbeit mit den Tänzern Musik: Ralf Buron Bühne/Licht: Crisina Ohlmer

Was ist Dancers Digest - ChoreographieResearch

DANCERS DIGEST ist eine Recherchereihe, die den "klassischen" Weg einer Inszenierung auf den Kopf stellt. Hier generiert nicht eine Ausgangsidee die Entwicklung des Materials, welches in einer Aufführung endet. In D. D. wird mit dem vorhandenen Material der Performer mittels Fragestellungen und choreographischer Verfahren gearbeitet. So entstehen neue Bedeutungskontexte. Angelika Ächter geht in D. D. davon aus, dass die Idee nicht notwendigerweise im Kopf der Choreographin geboren werden muss, sondern dass sie sich auch erst am Ende als Ergebnis der Stückinszenierung konstituieren kann. Die Idee ist in choreographischem und theatralem Material zu finden und zu entschlüsseln, indem dieses auf seine Möglichkeiten und sein Potential hin untersucht wird. Das Material "sucht sich die Idee", es kreiert die Idee - und nicht die Idee das Material. So soll in D. D. "altes" und mitgebrachtes Stückmaterial im kreativen Recyclingprozess umcodiert werden.
D. D. ist ein Forschungsprojekt, in dem Tänzer/Performer Erfahrungen über choreographische Verfahrensweisen machen können. D. D. bietet die Möglichkeit, sich über künstlerische Prozesse auszutauschen und die Erfahrungen der Experimente für eigene Projekte nutzbar zu machen. Als Ausgangslage für D. D. bringen die Teilnehmer ihr eigenes solistisches Körper- und Bewegungsmaterial aus anderen Stücken oder Kontexten mit.

Bilder aus dem Research


Fotos: Anne Rosset

Praktische Tanzgeschichte - Futter für die choreographische Arbeit

In Form von Seminaren und Workshops biete ich an:
In der Theorie:
Überblick über die Hauptströmungen des Modernen Tanzes
Körper- und Ausdruckskonzepte in den/im:
-Anfängen des Modernen Tanzes / Freien Tanzes
-Deutschen Ausdruckstanz
-American Modern Dance
-American Postmodern Dance
-Deutschen Tanztheater
-Zeitgenössischen Tanz (einschliesslich Posttanztheater, Konzepttanz)
In Form einer Powerpoint-Präsentation, Bild- und Videobeispielen.

Wie schaue ich Tanz an?
Wenn ich Tanz live sehe?
Wenn ich Tanz auf Video sehe?
Wenn ich Tanz auf Bildern sehe?
Wenn ich über Tanz höre bzw. lese?
Analyse der Medienvermittlung – Erweiterung des Reflexionsvermögens in der Betrachtung von Tanz – Inspirationsquelle durch Medienvermittlung für das eigene Tanzschaffen etc.

In der Praxis:
Choreographisches Erarbeiten von „Tanzgeschichte“:
1. Szenisch/Choreographische Gestaltungen in der Gruppe zu den Hauptströmungen
2. Szenisch/Choreographische Gestaltung in der Gruppe nach einer Bildvorlage – Gruppenchoreographie
3. Szenisch/Choreographische Gestaltung alleine nach einer Bildvorlage – Solochoreographie
4. Assoziativer Umgang mit der Vorlage

Die Erarbeitung erfolgt über drei Schritte:
1. Analyse der Bildvorlage bzw. der definierte Hauptströmung
2. Festlegung der Arbeitsweise: - hierarchisch, demokratisch, Teamarbeit – jeder Vorschlag wird probiert, dann
demokratisch entschieden etc. (dieser Arbeitsschritt ist sehr wichtig!
3. Erarbeitung der Choreographie bzw. der Szene
4. Soloerarbeitung über den Dialog mit einer zweiten Person

Anregungen für weitere inszenatorische Verfahren wie :
1. Multiplikation der einzeln erarbeiteten Solochoreographien durch mehrere Akteure
2. Mischen der einzelnen Solos aus unterschiedlichen Zeitströmungen in einer Szene z.B.:
3. Raumkontexte verändern: ursprüngliches Material in neuer Umgebung zeigen